Sehen
Welchen Farbton hat die Zeit?
Trockener Weißwein ist in seiner Jugend fast farblos oder zeigt helles Gelbgrün. Falls der Wein im Neuen Holz ausgebaut wurde oder es sich um einen Dessertwein handelt, startet die Flaschenreife meist mit einem hellen Goldgelb. Mit zunehmender Reife oder Alterung (Oxidation) wird die Farbe des Weißweins immer intensiver und dunkler. Jeden Lebensabschnitt kennzeichnet ein entsprechender Farbton: Ein helles Gelbgrün ist typisch für junge trockene Weißweine. Weißgold und Goldgelb kennzeichnet entwickelte Weißweine. Bernsteinfarbe verrät fortgeschrittene Flaschenreife. Wenn Weißwein braun ist, hat er das Ende seiner Lebenslinie erreicht. (Solche Weine sind selten ein Genuss!)
Mit den Augen degustieren (Kapitel 3)
(Auszug aus dem Weinbuch, PDF 324 KB, 7 Seiten)
Degustationsnotiz
Langhe Freisa (Frizzante) 2006 Az. Agr. Ronchi, Giancarlo Rocca
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Beim Einschenken erst Schaumbildung, dann dunkles Purpurrot mit violetten Reflexen. In der Nase verhalten. Primärfruchtige Aromen. Nicht vielschichtig aber robust: Kirsche und süße, schwarze Beeren (Holunder). Im Mund moussierend mit fruchtige Säure. Nach dem Schlucken klebt am Gaumen eine dünne Schicht adstringierener Tannine. Authentischer Sortenwein mit einer Spur Terroir. Handwerklich gut gemacht.
Das Sherry-Weinanbaugebiet
Bericht einer Pressereise
Sherry ist ein ganz besonderer Wein. Die Spanier lieben die klassische, trockene Variante. Trockener Sherry ist nicht nur ein vorzüglicher Aperitifwein, sondern harmoniert auch bestens mit spanischen Tapas oder Salaten. Dieser Bericht informiert nicht nur über die Geschichte und Besonderheiten des Sherry-Weins, sondern analysiert auch die Geschmacksbilder der verschiedenen Sherry-Typen.
Die Kunst des Genießens
Speise und Wein perfekt verbinden
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Harmonie durch Symbiose-Wein mit Restsüße
Definition Symbiose-Wein: Ebenbürtiger, gleichberechtigter Wein, dessen Düfte und Geschmackskomponenten jene des Gerichts ideal ergänzen und der sozusagen im Dialog das Feuer der Begeisterung weckt. So kann eine ganz neue Komposition entstehen, dessen Wohlgeschmack in seiner Gesamtheit größer ist, als die Summe der einzelnen Bestandteile von Speise und Wein.
Beispiel 1: Frühlingssalate mit Jakobsmuschel und Rote Bete Schaum. Dazu ein Pinot Gris Grand Cru Hengst 2004 mit xpressiver Südfrüchte Note (Blutorangen),
Beispiel 2: Zitronengras-Kokossuppe mit Scampi. Dazu ein Grünspiel 2001. Der Wein ist rund, dicht und zugänglich. Dörrobstnote und Vanille in der Nase.
Das Manuskript zum Podcast vom 2. Mai 2008
Symbiose durch Weine mit Restsüße
(PDF, 290 KB, 3 Seiten)
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